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Zeitenwende im Herzogtum Sachsen-Meiningen

Personen und Ereignisse im Umfeld des Endes der Monarchie 1918

Eine Ausstellung der Meininger Museen
Verlängert bis 20. Januar 2019

Achtung: Die Ausstellung bleibt wegen Umbau geschlossen 10.-19. Dezember 2018!

 

In Meiningen warf die Zeitenwende bereits 1914 ihre Schatten voraus: Ein großer Herzog starb hochbetagt. Einer, der sich nicht nur als Theaterherzog europaweit einen Namen gemacht, sondern auch sein Land zu einem liberalen Musterstaat umgebaut hatte. An dem Tag, als Georg II. auf dem Meininger Stadtfriedhof begraben wurde, fielen die Schüsse von Sarajevo, die gemeinhin als Auslöser des Ersten Weltkrieges gelten. Endlich gelangte der als der „ewige Kronprinz“ bekannte Bernhard III. von Sachsen-Meiningen an die Regentschaft, nur um sie wenige Wochen später pro forma an seine wegen ihrer Kapriolen nicht gerade beliebte Frau zu übergeben. Er selbst ging an die Front, um Truppen zu inspizieren. Auch mit dem erlassenen Befehl, das Hoftheater und die Hofkapelle aufzulösen, machte er sich keine Freunde und musste sich bald davon distanzieren.

Mit der Zeitenwende von 1918 ging eine jahrhundertealte Ordnung zu Ende. Das Herzogtum Sachsen-Meiningen hörte wie alle anderen deutschen Fürstenstaaten auf zu existieren. Im Gegensatz zu manch anderem Staat blieb es jedoch in Sachsen-Meiningen ruhig, da der hiesige Arbeiter- und Soldatenrat über keine weiterführenden landespolitischen Ambitionen verfügte.

Dem Architekten und Präsidenten des alten Landtages, Eduard Fritze, gelang es, die Phase eines gefährlichen Interregnums kurz zu halten: Er berief auf eigene Verantwortung zwei Tage nach der Abdankung Bernhards III. einen Landtag für den 12. November 1918 ein. Auf diesem trat das alte Kabinett unter dem Vorsitz von Karl Schaller zurück, nachmittags unterzeichnete auch der Thronfolger Prinz Ernst die Abdankung und in den Abendstunden wurde bereits die Übergangsregierung unter dem Vorsitz von Ludwig Freiherr von Türcke bestellt. Diese Regierung wurde auch nach den Wahlen von 1919 beibehalten und ging als Sachsen-Meininger Gebietsvertretung in der Regierung des neu gegründeten Thüringer Landes auf.

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„Industriestadt Saalfeld“

Fabriken, Unternehmer, Arbeiter 1830-1945

Sonderausstellung
3. November 2018 bis 3. Februar 2019

 

 

Die Ausstellung dokumentiert anhand historischer Fotografien die Industrialisierung in Saalfeld von den Anfängen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
Bereits seit dem Mittelalter spielten Bergbau, Erdfarbengewinnung sowie Handwerk und Gewerbe eine große Rolle für die Wirtschaft der an wichtigen Fernverkehrsrouten gelegenen Stadt. Auf dieser Grundlage entstanden ab 1830 die ersten Fabriken vor Ort. Initialzündung des industriellen Aufschwungs wurde 1871 Saalfelds Anbindung an das Eisenbahnnetz. In den folgenden 50 Jahren entwickelte sich die Stadt zu einem industriellen Zentrum Thüringens mit breitem Branchenmix, dominiert von Maschinenbau, Optik und Schokoladenherstellung. Die Einwohnerzahl verdreifachte sich, Unternehmervillen und Arbeitersiedlungen entstanden. Die damals geprägten Strukturen prägen Saalfeld bis heute, obgleich ein Großteil der Fabrikanlagen 1945/46 zerstört bzw. demontiert wurde. Mit dieser Zäsur, die gleichsam eine zweite Industrialisierung der Stadt erforderlich machte, schließt die Sonderschau daher.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch im Erfurter Sutton-Verlag.

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Advent im Kloster

16. Dezember 2018, 14-18 Uhr

 

Das besondere Ambiente des Stadtmuseums im ehemaligen Franziskanerkloster lädt in der Advents- und Weihnachtszeit zu einem Höhepunkt ein: dem traditionellen Klosteradvent.

Programm:

14 Uhr Foyer
Auftakt mit dem Posaunenchor Graba

14.30 und 16 Uhr Vortragsraum
Saalfelder Rolandbühne: "Kasper im Märchenchaos"
Premiere des neuen Marionettenstücks von Anne Gallinat

15-16 Uhr Festsaal
Adventsliedersingen mit Anja und Peter Fischer

17 Uhr Festsaal
Adventsmusik mit Molto Cantabile & Friends

14-18 Uhr Kreuzgänge und im Haus
Adventsmarkt, Museumscafé, Vorstellung von Vereinen. Bäckerei, Basteln u.v.m.

Selbstverständlich sind auch das festlich geschmückte Haus und die aktuellen Sonderausstellung "Industriestadt Saalfeld" zu besichtigen.

Eintritt: 7,- €, Ermäßigt: 5,- €, Kinder: 1,- €, Familienkarte (bis 2 Kinder): 14,- €
Für das Marionettentheater wird ein zusätzlicher Unkostenbeitrag von 2,- € erhoben.

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Veränderte Öffnungszeiten über Weihnachten

 

Das Stadtmuseum Saalfeld ist am 25. und 26. Dezember 2018 jeweils von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
Am 24. Dezember (Heiligabend), am 31. Dezember 2018 (Silvester) sowie am 1. Januar 2019 (Neujahr) bleibt das Museum geschlossen.
Ansonsten gelten zwischen den Feiertagen (27. bis 30. Dezember 2017) die regulären Öffnungszeiten.

Die Mitarbeiter des Stadtmuseums wünschen Frohe Weihnachten und einen "Guten Rutsch"!


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Das neue "Saalfelder Weihnachtsbüchlein" kommt!

 

„Alle Jahre wieder“ erscheint zur Adventszeit ein neuer Band des „Saalfelder Weihnachtsbüchleins“. Inzwischen liegt der 115. Jahrgang dieser traditionsreichen Schriftenreihe, in der seit 1854 ausgewählte Beiträge zur Saalfelder Stadtgeschichte veröffentlicht werden, vor.

Das Weihnachtsbüchlein 2018 enthält insgesamt sechswissenschaftliche Beiträge. Wie stets, so reicht auch in diesem Jahr das Themenspektrum von der Frühgeschichte bis ins 21. Jahrhundert, umfasst Saalfelder Kunst-, Kultur- und Zeitgeschichte gleichermaßen.

Das neue „Saalfelder Weihnachtsbüchlein“ entsteht mit Unterstützung der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt sowie des Rotary-Club Saalfeld/Saale.

Es wird öffentlich vorgestellt am Montag, dem 10. Dezember 2018, um 19 Uhr im Kleinen Saal des Stadtmuseums und ist ab dann zum Preis von EUR 5,00 im Museum, in der Saalfeld Information sowie im Buchhandel erhältlich.