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Das
Saalfelder Franziskanerkloster wurde um 1250 durch die Grafen von Schwarzburg
gegründet. Die urkundliche Ersterwähnung des am westlichen Rande der
mittelalterlichen Stadt gelegenen Konvents stammt vom 16. Juni 1265. Das
Kloster bestand bis zur Reformation, wurde 1534 jedoch aufgelöst und verlor
damit seine ursprüngliche Funktion. Das Gebäude ging nun in landesherrlichen
Besitz über. Eine einheitliche Nutzung des gesamten Ensembles war in der
Folgezeit nicht mehr möglich, stattdessen erhielten Teilbereiche des einstigen
Klosters nun neue Verwendungszwecke. |
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Ansicht des Klosters von SW |
N och
1534 bezog die Saalfelder Lateinschule
Räume in den bisherigen Klausurgebäuden. Bis
1910 blieb das ehemalige Kloster daraufhin Bildungsanstalt, zuletzt als
Realgymnasium. Von 1551 bis 1735 war in der
früheren Sakristei und im Westflügel eine Münzstätte
der Herzöge von Sachsen eingerichtet. In den
Münzbetrieb einbezogen wurde auch der westliche Teil der leerstehenden
Klosterkirche, die so zu ihrer umgangssprachlichen Bezeichnung ?Münzkirche?
kam. Im
Jahre 1814 schließlich erwarb die Stadt Saalfeld das ehemalige Kloster und
nutzte die leer stehende Klosterkirche als Malzhaus
(1817-1900).
Am 31. Januar 1904 wurde im einstigen Ostkreuzgang das
Saalfelder Museum
eröffnet. |
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Ostflügel Außenansicht |
Der nach
seinem Gründer Franz von Assisi benannte Orden der Bettelmönche – auch
Minoritenorden genannt – entstand im 13. Jahrhundert und wurde eine der im
Mittelalter wichtigsten und weitverbreitetsten Ordensverbindungen.
Franziskanermönche errichteten ihre Klöster in den Armenvierteln der Städte und
übten hier seelsorgerische und soziale Tätigkeiten aus. Schon 1224 war der Orden
auch in Thüringen präsent, mit einer ersten Niederlassung in Erfurt. Von Erfurt
aus wurde das um 1250 entstandene Saalfelder Konvent mit Mönchen besetzt. Die
Gewandung der Franziskaner besteht aus einer langen braunen Kutte und einem
weißen Strickgürtel mit drei Knoten, die Armut, Gehorsam und Keuschheit
symbolisieren. Ursprünglich gingen die Franziskaner barfuß (daher auch
„Barfüßermönche“ genannt).
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Heiliger Franziskus von Assisi Konsolstein im Saalfelder Franziskanerkloster
(1497) |